Im Vergleich

Wie sich BlindLock im Vergleich zu bekannten Passwort-Managern schlägt.

LastPass, 1Password, Bitwarden und Proton Pass sind gute Produkte. Sie beruhen jedoch auf der architektonischen Annahme, dass dein verschlüsselter Tresor auf den Servern des Anbieters sicher ist. KeePass speichert den Tresor wie BlindLock lokal, legt ihn aber als sichtbare Datei ohne Hardwarebindung ab. BlindLock verbindet lokale Speicherung mit Tarnung und Hardwarebindung. Was das konkret ändert:

Kriterium BlindLock LastPass 1Password Bitwarden Proton Pass KeePass
TresorspeicherortWo dein verschlüsselter Tresor physisch liegt Lokal auf deinem Gerät. Die verschlüsselten Tresordaten liegen im PNG-Träger oder in separaten Dateitresor-Containern und werden nicht an BlindLock übertragen. Cloud Cloud Cloud (Self-Hosting möglich) Cloud Nur lokal (KDBX-Datei)
Konto & LoginWomit Konto und Tresor entsperrt werden Kein Cloudkonto mit Tresordaten — Datei + Passwort + Gerät E-Mail + Master-Passwort E-Mail + Passwort + Secret Key E-Mail + Master-Passwort (Passkey-Login möglich) Proton-Konto (E-Mail + Passwort) Kein Konto — Passwort/Keyfile
Steganographischer TresorTresor in einer gewöhnlich wirkenden Datei verborgen (Abstreitbarkeit hängt vom Bedrohungsmodell ab) PNG-Träger mit optionalem Decoy-Bereich
Risiko kopierter TresordatenWas Angreifer offline angreifen können und was sie zum Entsperren benötigen BlindLock speichert keine Kundentresore auf einem zentralen Server. Eine gestohlene PNG-Datei allein gibt den darin verborgenen Tresor nicht frei: Er ist über TPM 2.0, Secure Enclave oder StrongBox/TEE an die Hardware des autorisierten Geräts versiegelt und zusätzlich durch dein Passwort geschützt. Die lokalen Tresordaten sind außerdem nacheinander mit AES-256-GCM und XChaCha20-Poly1305 authentifiziert verschlüsselt. Bei einem Einbruch beim Anbieter können viele verschlüsselte Tresor-Backups auf einmal kopiert und anschließend offline angegriffen werden. Zentral gespeicherte, verschlüsselte Tresore; PQ-Hybrid-TLS schützt den Webtransport, nicht die ruhenden Tresordaten. Zentral gespeicherte, verschlüsselte Tresore (Self-Hosting möglich) Zentral gespeicherte, verschlüsselte Tresore Nur lokale Datei — kein Anbieter-Tresorserver
Hardwaregebundene SchlüsselSchlüsselmaterial in Plattform-Sicherheitshardware verankert TPM 2.0 (Windows/Linux), Secure Enclave (Apple) oder StrongBox/TEE (Android) Gerätegebunden (cloudgestützt) Gerätegebunden Keine Hardware-Siegelung (KeePassXC: nur Komfort-Entsperrung)
Hardwaregebundene EntsperrungTresorschlüsselmaterial ist auf dem autorisierten Gerät an Sicherheitshardware gebunden An TPM 2.0, Secure Enclave oder eine mobile Hardware-Vertrauensbasis gebunden; die PIN steuert die App-Entsperrung
Keine zentrale TresordatenbankTresorinhalte werden nicht an den Anbieter übertragen Kein Tresor-Upload — nur kurze Lizenz-/Versionsprüfung Serverseitig gespeicherter Tresor Serverseitig gespeicherter Tresor Serverseitig gespeichert (Self-Hosting möglich) Serverseitig gespeicherter Tresor Kein zentraler Server
SchlüsselableitungWelchen Aufwand ein einzelner Passwortrateversuch verursacht (Zeit × Speicher) Argon2id, speicherhart (512 MiB–4 GB je Geräteklasse) PBKDF2 — nicht speicherhart, GPU-freundlich PBKDF2 + SRP — nicht speicherhart PBKDF2 (600.000 Iterationen) häufig als Standard; Argon2id verfügbar (ca. 32–64 MiB) bcrypt + SRP — geringe Speicherkosten pro Versuch KeePassXC: Argon2 (standardmäßig ca. 64 MiB) / KeePass 2.x: AES-KDF als Standard
Prüfbarkeit der KryptografieOb die verwendeten kryptografischen Bausteine öffentlich prüfbar sind BlindLock nutzt die quelloffenen libcrux-AEAD-Bausteine AES-256-GCM und XChaCha20-Poly1305. Formal verifiziert sind der AES-256-GCM-Kern und der ChaCha20-Poly1305-Kern, auf dem XChaCha20-Poly1305 aufbaut. Nicht quelloffen Nicht quelloffen Quelloffen Teilweise quelloffen Quelloffen
TOTP-Codes integriertFür gespeicherte Konten ist keine separate Authenticator-App nötig Integriert — Codes bleiben im Tresor Kostenloser Tarif mit TOTP; erweiterte oder hardwaregestützte MFA häufig kostenpflichtig Integriert Bezahlstufe (Premium) Bezahlstufe (Plus) KeePass 2.x: nur über Drittanbieter-Plugin / KeePassXC: eingebaut
PreismodellEinmalzahlung oder wiederkehrende Kosten Lifetime-Lizenz (Einmalzahlung; kann jeweils auf einem Gerät genutzt werden) Abo Abo Abo (Free-Tier) Abo (Free-Tier) Kostenlos (Open Source)
Ausgewählte öffentlich dokumentierte VorfälleGrößere Vorfälle mit Tresor- oder Kundendaten Kein zentraler Tresorserver; bislang kein vergleichbarer öffentlich dokumentierter Vorfall 2022: Verschlüsselte Tresor-Backups gestohlen (Berichte sprechen von rund 30 Mio. Konten); öffentlich berichtete Folgeangriffe bis 2025. 2026: CRM- und Supportdaten über den Dienstleister Klue betroffen; keine Tresordaten. Kein öffentlich dokumentierter Tresordiebstahl Kein öffentlich dokumentierter Tresordiebstahl Kein öffentlich dokumentierter Tresordiebstahl Nicht zutreffend (kein zentraler Server)
Voll erfüllt Teilweise oder bedingt Nicht verfügbar / nicht zutreffend

Wie aufwendig ist es, eine gestohlene Tresordatei zu knacken?

Wenn jemand eine verschlüsselte Tresordatei stiehlt, kann er Passwörter offline auf Grafikkarten durchprobieren. Verfahren mit wenig Speicher erlauben viele Versuche gleichzeitig. Verfahren mit viel Speicher bremsen das stark. Ein starkes Passwort bleibt trotzdem entscheidend.

Produkt Schlüsselableitung (typischer Standard) Speicher pro Versuch Offline-Angriff auf einer GPU
LastPass PBKDF2 Sehr niedrig Viele parallele Versuche
1Password PBKDF2 + Secret Key Sehr niedrig; der Secret Key erhöht den Angriffsaufwand zusätzlich Ohne Secret Key deutlich erschwert; bei bekanntem Secret Key sind viele parallele PBKDF2-Versuche möglich
Bitwarden PBKDF2 oder Argon2id (von der Kontoeinstellung abhängig) Sehr niedrig bis mittel Viele parallele Versuche bei PBKDF2; weniger mit Argon2id
Proton Pass bcrypt Sehr niedrig Viele parallele Versuche
KeePass 2.x AES-KDF (Standard) Sehr niedrig Viele parallele Versuche
KeePassXC Argon2 (standardmäßig ca. 64 MiB) Mittel Theoretisch Hunderte parallele Versuche auf einer GPU mit 24 GB Speicher
BlindLock Argon2id (512 MiB–4 GB je Geräteklasse) Hoch Deutlich weniger parallele Versuche; für das normale Entsperren wird zusätzlich das autorisierte Gerät benötigt (die Wiederherstellung erfolgt getrennt)

Bei dir fällt der speicherintensive Aufwand einmal pro Öffnung an. Ein Angreifer muss ihn bei jedem Versuch tragen. Die Werte oben entsprechen typischen Standardeinstellungen; bei manchen Produkten lassen sich die Parameter erhöhen. Bei BlindLock skaliert die Schlüsselableitung aus dem Tresorpasswort mit der Geräteklasse; bei separaten Dateitresoren bleibt der Speicherbedarf bei 512 MiB.

Drei strukturelle Unterschiede, die wichtig sind

Die Matrix oben ist konkret. Das sind die Muster dahinter.

Keine Cloud ist nicht dasselbe wie „verschlüsselte Cloud“

Ein Zero-Knowledge-Cloud-Manager überträgt den verschlüsselten Tresor an einen zentralen Dienst. BlindLock überträgt keine Tresorinhalte an unsere Server und betreibt keine zentrale Tresordatenbank. Lizenz- und Versionsprüfungen bleiben davon klar getrennt.

Das Langzeitrisiko gestohlener Chiffretexte beginnt heute

Heute gestohlene Tresordaten können später angegriffen werden. BlindLock reduziert dieses Risiko architektonisch, weil es keine zentrale Tresordatenbank gibt, die Angreifer massenhaft kopieren könnten. Ruhende Tresordateien nutzen eine authentifizierte 256-Bit-Verschlüsselung — nach heutigen Einschätzungen praktisch jenseits realistischer Quantenangriffe auf die Vertraulichkeit. Das senkt das Risiko; es ist kein Versprechen, dass jeder künftige Angriff unmöglich ist.

Hardwarebindung hält eine kopierte Datei geschlossen

Wer einen Cloud-Tresor abgreift, kann ihn häufig offline auf jedem Rechner angreifen. Für das normale Entsperren benötigt BlindLock die Trägerdatei, das Passwort und das autorisierte Gerät. Optional kann ein Sicherheitsschlüssel (YubiKey, Google Titan oder SoloKey) als zusätzliche Voraussetzung verwendet werden. Die Wiederherstellung erfolgt über einen getrennten, bewusst initiierten Prozess.

Kontext: Der LastPass-Breach 2022 Im Dezember 2022 meldete LastPass den Diebstahl verschlüsselter Kunden-Tresor-Backups. Spätere Berichte sprechen von rund 30 Millionen Konten; die genauen Zahlen variieren je Quelle. In den Folgejahren wurden öffentlich mehr als 35 Millionen US-Dollar an Krypto-Diebstählen auf das Knacken schwacher Master-Passwörter dieser Backups zurückgeführt. Im Jahr 2025 brachten US-Ermittler zudem einen Fall von etwa 150 Millionen US-Dollar mit derselben Art gestohlener Tresordaten in Verbindung. Das Problem war nicht ein Bruch von AES selbst, sondern die große Menge offline angreifbarer verschlüsselter Tresordaten in den Händen der Angreifer. Bei BlindLock gibt es keine zentrale Kundentresordatenbank dieser Art. Juni 2026: LastPass teilte mit, dass Kunden-CRM- und Supportdaten (Namen, Adressen, Telefonnummern und Supportfälle) — nicht jedoch Tresordaten — über einen Lieferkettenangriff auf Klue zugänglich wurden (TechCrunch, 23. Juni 2026). Tresordaten waren nicht betroffen, persönliche Kundendaten jedoch schon. Mehr dazu erfährst du im Blog.

Wenn „lokal, getarnt und hardwaregebunden“ nach dem klingt, was du wirklich willst …

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Der Vergleich basiert auf öffentlich verfügbaren Informationen und Herstellerdokumentationen; Stand: 19. Juli 2026. Quellen zu aktuellen Sicherheitsvorfällen sind im Hinweis verlinkt. Funktionen und dokumentierte Sicherheitsvorfälle der Wettbewerber können sich ändern. Wir aktualisieren diese Seite, sobald wir Änderungen verifiziert haben. Dies ist keine Rechtsberatung und enthält keine Aussagen über Wettbewerber, die über dokumentierte Fakten hinausgehen.