Deine Einträge, im Bild
Passwörter, Notizen und 2FA-Geheimnisse werden zweimal versiegelt, bevor sie das Bild überhaupt erreichen: AES-256-GCM und XChaCha20-Poly1305 übereinander, mit unabhängigen Schlüsseln. Wer das eine Siegel bricht, steht vor dem zweiten.
Wie sie ins Bild kommen
Die Daten werden in die Bildpunkte selbst geschrieben, ein winziger Anteil je Punkt — zu wenig, als dass ein Auge es sehen könnte. Das Verfahren heißt F5-Matrixkodierung. Sein Trick: Es verteilt die Daten so, dass von sieben Stellen, die es benutzen könnte, höchstens eine verändert werden muss. Und je weniger verändert wird, desto weniger unterscheidet sich das Bild von einem unbearbeiteten Foto — auch für Messwerkzeuge, die genau danach suchen.
Welche Stellen benutzt werden, bestimmt ein zufälliger Schlüssel, den der Sicherheitschip deines Geräts versiegelt hält. Ohne diesen Schlüssel weiß niemand, wo er überhaupt suchen müsste. Und es gibt keine offensichtliche BlindLock-Markierung in der Datei.
Der Schlüssel wird gebildet, nicht gespeichert
Der Schlüssel zu deinem Tresor liegt nirgends — weder bei dir noch auf dem BlindLock-Server. Er entsteht bei jedem Öffnen neu aus dem Schlüsselteil deines Sicherheitschips und einer Freigabe des Lizenzservers, gebunden an genau dieses Bild. Die Freigabe ist eine Zufallszahl, die für sich genommen nichts bedeutet. Dein Rechner holt sie bei jedem Öffnen frisch beim BlindLock-Server ab. Zusätzlich verlangt BlindLock deine PIN und dein Master-Passwort.
Fehlt der Sicherheitschip oder die Freigabe, kommt gar kein Schlüssel zustande. Der Tresor bleibt zu.
Ausgetauscht werden dabei nur technische Angaben: Lizenz-, Geräte-, Plattform- und Versionsdaten, und vom Server kommt ein 32 Byte langer Wert, der in deinen Tresor-Schlüssel eingeht. Was in deinem Tresor liegt, erfährt der BlindLock-Server nie — das verlässt deinen Computer nicht.
Und wenn der BlindLock-Server einmal nicht erreichbar ist, sperrt dich das nicht aus. Beim letzten Öffnen hat er deinem Gerät einen signierten Passierschein mitgegeben, den der Sicherheitschip versiegelt hält und der sieben Tage gilt. So lange öffnet BlindLock auch ohne Internet.
Größere Dateien liegen woanders
Dateien liegen in eigenen verschlüsselten Containern mit ChaCha20-Poly1305, hardware-versiegelt an den Sicherheitschip deines Computers. Aus dem Tresor-Passwort leitet Argon2id den Schlüssel selbst ab, mit mindestens 512 MiB. Die Größe eines Containers legst du beim Anlegen selbst fest.