Lokale App
Öffnet den Tresor, liest die Trägerdatei, führt die Krypto-Operationen aus und zeigt entschlüsselte Daten nur während der aktiven Sitzung an.
Diese Seite erklärt, welche Werte BlindLock schützt, welche Angreifer angenommen werden, wo die Trust Boundaries liegen und welche Risiken bewusst außerhalb des Schutzbereichs bleiben. Der Kern: Eine gestohlene Datei soll ohne Passwort und ohne das gebundene Gerät wertlos bleiben.
BlindLock ist kein Cloud-Tresor mit lokaler Oberfläche. Die sicherheitsrelevante Laufzeit liegt auf dem Gerät des Nutzers.
Öffnet den Tresor, liest die Trägerdatei, führt die Krypto-Operationen aus und zeigt entschlüsselte Daten nur während der aktiven Sitzung an.
Der vollständige Passwort-Tresor steckt verschlüsselt und steganografisch in einer PNG-Datei. Größere Dateien liegen getrennt in einem verschlüsselten, getarnten Datei-Tresor.
TPM 2.0 oder Apple Secure Enclave halten nicht exportierbares Schlüsselmaterial, das als Geräte-Anker in die Ableitung eingeht.
YubiKey, Google Titan oder SoloKey können als weiterer physischer Faktor verlangt werden.
Aktivierung und jeder neue Entsperrvorgang benötigen eine verschlüsselte Lizenz- und Versionsprüfung. Ausdrücklich aktivierte Wallet-Funktionen nutzen geprüfte Blockchain-Knoten. Tresorinhalte werden nicht an BlindLock übertragen.
Es gibt keinen serverseitigen Passwortspeicher, keinen Sync-Tresor und kein Anbieter-Konto, das Tresorinhalte hält.
Das Bedrohungsmodell priorisiert nicht abstrakte Sicherheitsbegriffe, sondern konkrete Werte, deren Verlust Schaden verursacht.
Die wichtigsten Sicherheitsentscheidungen liegen an den Übergängen zwischen Nutzer, Gerät, Dateisystem, Hardware und Online-Diensten.
PIN, Passwort und optionale Security-Key-Bestätigung werden lokal eingegeben.
Risiko: Phishing, Keylogger, kompromittierte UI. Minderung: keine Web-Login-Oberfläche, OS-Dialog für Security-Key-PIN, langsames PIN-Gate.
Die App liest den Passwort-Tresor aus der Trägerdatei und optionale Datei-Tresore vom lokalen Speicher.
Risiko: Diebstahl oder Kopie der Datei. Minderung: Verschlüsselung, Steganografie und Hardwarebindung.
Die App fordert hardware-gebundenes Material an, ohne es exportieren zu können.
Risiko: Umgehung durch fremdes Gerät. Minderung: nicht exportierbarer Geräte-Anker, Rate-Limits und Chip-Policy.
Lizenz- und Versionsprüfung erfolgen beim Entsperren online; aktivierte Wallet-Funktionen können Blockchain-Knoten ansprechen.
Risiko: Metadatenabfluss oder manipulierte Updates. Minderung: strikte Trennung von Tresorinhalten und technischen Verbindungsdaten sowie kryptografisch abgesicherte Update-Integrität.
BlindLock ist für realistische Desktop-Bedrohungen ausgelegt, nicht für magische Sicherheit gegen ein bereits vollständig kontrolliertes Gerät.
Er hat eine Kopie der Trägerdatei, des Containers oder sogar der gesamten Festplatte. BlindLock soll verhindern, dass daraus ohne Passwort und Gerät ein Tresor wird.
Er kann beliebig viele Passwortversuche auf gestohlenen Dateien starten. Argon2id, Hardwarebindung und fehlende Erkennungsmerkmale sollen diesen Weg teuer und unzuverlässig machen.
Deshalb gibt es keine zentrale Tresor-Datenbank als Sammelziel, und ruhende Dateien sind 256-Bit-symmetrisch verschlüsselt — ohne praktikablen Quantenangriff.
Keylogger, Bildschirmaufnahme oder Speicherzugriff auf einem kompromittierten, entsperrten Gerät liegen außerhalb des Kernschutzes.
Die folgenden Pfade sind die wichtigsten Angreiferziele aus Sicht des Produkts.
Angreifer kopiert Träger- oder Tresordatei. Gegenmaßnahmen: Steganographie, fehlende Magic Bytes, AEAD-Verschlüsselung, Argon2id, Hardwarebindung.
Angreifer probiert Passwörter gegen eine gestohlene Datei. Gegenmaßnahmen: speicherharte Ableitung, unabhängige Schlüssel, Geräte-Anker und langsames PIN-Gate.
Bei BlindLock gibt es keinen zentralen Tresor-Server. Ein Anbieter-Breach kann keine Tresor-Inhalte exfiltrieren, wenn sie nie beim Anbieter liegen.
Keine zentrale Tresor-Datenbank bedeutet: nichts, was sich massenhaft ernten ließe. Ruhende Dateien sind 256-Bit-symmetrisch verschlüsselt — ohne praktikablen Quantenangriff. Post-Quantum-Komponenten (ML-KEM-1024, ML-DSA-87) sind je Einsatzbereich dokumentiert.
Läuft Malware mit Benutzerrechten während der Tresor geöffnet ist, kann sie Eingaben, Bildschirm oder Speicher angreifen. Gegenmaßnahmen liegen primär bei OS-Hygiene, Security-Key-Nutzung und Sitzungsdisziplin.
Lokale Kontrolle bedeutet lokale Verantwortung. Für Gerätewechsel und Notfälle sind ein verschlüsseltes BlindLock-Backup und die getrennte Wiederherstellungsphrase vorgesehen; Datei-Tresore benötigen zusätzliche Recovery-Dateien und -Faktoren.
Für ein Security-Produkt ist wichtig, welche Aussagen bewiesen, geprüft oder nur Designziele sind.