Vault-Core, Schlüsselpfade, Steganographie
Dieses Whitepaper beschreibt die sicherheitsrelevanten Datenflüsse und Kontrollpunkte.
Dieses Whitepaper beschreibt den technischen Aufbau von BlindLock: Schlüsselhierarchie, Tresor-Lifecycle, Steganographie, Hardwarebindung, Post-Quantum-Komponenten, Netzwerkgrenzen, Recovery-Modell und bekannte Grenzen.
Dieses Dokument ist eine produktnahe technische Spezifikation, kein unabhängiger Auditbericht. Es beschreibt, wie BlindLock konzeptionell aufgebaut ist und welche Schutzgrenzen öffentlich kommuniziert werden. Es ersetzt kein Penetration Testing, keine formale Prüfung der gesamten Anwendung und keine externe Code-Review.
Dieses Whitepaper beschreibt die sicherheitsrelevanten Datenflüsse und Kontrollpunkte.
Formal verifiziert sind genutzte kryptographische Primitiven, nicht automatisch die ganze App.
Tresor-Inhalte sollen nicht auf BlindLock-Servern liegen. Ein Anbieter-Breach soll keine Tresordaten offenlegen können.
Eine kopierte Träger- oder Tresordatei soll ohne Passwort und gebundenes Gerät wertlos bleiben.
Der vollständige Passwort-Tresor liegt steganografisch verborgen im PNG; Datei-Tresore tragen keine offensichtliche Tresor-Signatur.
Keine zentrale Tresor-Datenbank, die man ernten könnte; ruhende Dateien sind 256-Bit-symmetrisch verschlüsselt. Post-Quantum-Komponenten (ML-KEM-1024, ML-DSA-87) sind je Einsatzbereich dokumentiert.
BlindLock priorisiert lokale Kontrolle vor zentraler Teamverwaltung oder nahtlosem Cloud-Sync.
Ein vollständig kompromittiertes Betriebssystem während einer offenen Sitzung kann Eingaben, Speicher oder Bildschirm angreifen.
BlindLock trennt Einrichtung, Entriegelung, aktive Sitzung und Sperrung. Jede Phase hat andere Assets und andere Risiken.
Die öffentliche Produktbeschreibung nennt drei Voraussetzungen für den Tresorzugriff: die passende Trägerdatei, das Nutzerpasswort und einen hardware-gebundenen Geräte-Anker. Aus ihnen wird Schlüsselmaterial für die Verschlüsselung abgeleitet.
Sie enthält den vollständigen verschlüsselten Passwort-Tresor und liefert zugleich den Dateifaktor. Ohne die passende Datei fehlt ein Faktor.
Das Nutzerpasswort wird mit Argon2id speicherhart abgeleitet. Die Produktbeschreibung nennt je nach Gerät 512 MiB bis 4 GB für die Passwort-Härtung.
Ein nicht exportierbarer Anker aus TPM 2.0 oder Apple Secure Enclave geht in die Ableitung ein. Dadurch ergibt dieselbe Datei mit demselben Passwort auf fremder Hardware einen falschen Schlüssel.
Ein FIDO2-Sicherheitsschlüssel kann als weiterer physischer Faktor verlangt werden. Eine eventuelle PIN dieses Schlüssels bleibt im Betriebssystemdialog.
Einsatzbereiche der Post-Quantum-Komponenten (Stand heute): Die ruhende Tresor-Datei ist ausschließlich symmetrisch, authentifiziert verschlüsselt (256 Bit). Gegen 256-Bit-symmetrische Verfahren ist kein praktikabler Quantenangriff bekannt; ein durch Quantencomputer brechbares Public-Key-Glied kommt in der ruhenden Datei nicht vor — sie benötigt deshalb keine Post-Quantum-Hülle. ML-KEM-1024 und ML-DSA-87 liegen als geprüfte Komponenten im Stack; ihre produktiven Einsatzpfade (Signaturen für Software-Updates und Lizenzen, Schlüsselaustausch auf den Netzkanälen) sind auf der Sicherheitsseite und in diesem Whitepaper dokumentiert — und werden erst behauptet, wenn sie ausgeliefert sind.
BlindLock nutzt Steganographie nicht als Ersatz für Kryptographie, sondern als Tarnschicht. Selbst wenn ein Angreifer die Trägerdatei findet, soll er nur verschlüsselten Inhalt vorfinden.
F5-Matrix-Encoding bettet den bereits verschlüsselten Passwort-Tresor unauffällig in PNG-Träger ein.
Passwörter, Notizen, 2FA-Secrets und als Tresoreinträge gespeicherte Wallet-Daten liegen vollständig verschlüsselt im PNG.
Größere Dateien liegen in einer eigenen verschlüsselten und getarnten Containerdatei ohne offensichtliche Tresor-Signatur.
Hardwarebindung ist der Unterschied zwischen „Datei plus Passwort“ und „Datei plus Passwort plus dieses Gerät“. Es reduziert den Wert einer kopierten Tresordatei.
Der Geräte-Anker wird an TPM 2.0 gebunden. Die App soll den Anker nutzen können, ohne ihn als exportierbaren Klartextschlüssel zu speichern.
Auf Apple-Systemen stützt sich das Modell auf Secure Enclave beziehungsweise T2-gebundene Credentials und deren Zugriffspolitik.
Auf unterstützten Android-Geräten bindet StrongBox den Sicherheitsanker an geschützte Hardware.
BlindLock verarbeitet Tresorinhalte lokal, benötigt aber für Aktivierung und jeden neuen Entsperrvorgang eine kurze verschlüsselte Verbindung zur Lizenz- und Versionsprüfung. Ausdrücklich aktivierte Wallet-Netzwerkfunktionen kommunizieren zusätzlich mit geprüften Blockchain-Knoten.
Technische Lizenz-, Geräte-, Plattform- und Versionsinformationen werden verarbeitet; sicherheitskritische Releases können eine Mindestversion voraussetzen.
Nur nach ausdrücklicher Aktivierung: öffentliche Adressen, Saldenabfragen, signierte Transaktionen und Transaktionsstatus.
Passwörter, Notizen, TOTP-Secrets, private Schlüssel, Seed-Phrases und Dateien aus dem Tresor.
Update-Manipulation oder Metadatenabfluss. Die Gegenmaßnahme ist strikte Datentrennung und kryptographisch abgesicherte Update-Integrität.
BlindLock betreibt keinen zentralen Tresor-Backupdienst. Du bestimmst selbst, wo deine verschlüsselten Sicherungen liegen.
Dieses Whitepaper verbessert Transparenz, ersetzt aber keine unabhängige Prüfung. Für maximale Glaubwürdigkeit sollten die folgenden Artefakte folgen:
Beispieldaten für Ableitung, Container-Erkennung, Entschlüsselungsfehler und Signaturprüfung.
Unabhängige Prüfung von App-Code, Krypto-Integration, Update-Pfad und Lizenzgrenze.
Signierte Releases, reproduzierbare Build-Dokumentation und klare Update-Integritätsprüfung.
Exakt benennen, welche Bibliotheken offen und formal verifiziert sind und welcher BlindLock-Code proprietär bleibt.