FAQ

Häufig gestellte Fragen.

Die wichtigsten Antworten zu Speicherung, Sicherheit, Netzwerk, Backup und Lizenz. Fehlt etwas? Schreib uns — wir ergänzen es.

Produkt

Was BlindLock ist, in Klartext.

Was ist BlindLock in einem Satz?

BlindLock speichert Passwörter, Notizen, 2FA-Secrets und Wallet-Einträge vollständig verschlüsselt und steganografisch verborgen in einer PNG-Datei auf deinem Gerät.

Wie unterscheidet er sich wirklich von 1Password oder LastPass?

BlindLock betreibt keine zentrale Tresordatenbank. Dein kompletter Passwort-Tresor liegt verschlüsselt im PNG und öffnet sich nur, wenn Trägerdatei, Master-Passwort und Hardware-Sicherheitsanker zusammenpassen. Dadurch entfällt eine zentrale Angriffsfläche klassischer Cloud-Passwortmanager.

Siehe den vollständigen Vergleich.

Warum im Bild verstecken statt nur verschlüsseln?

Verschlüsselung beantwortet: „Können Angreifer es lesen?“ Steganografie beantwortet: „Erkennen sie überhaupt, dass es existiert?“ Ein sichtbar verschlüsselter Tresor ist ein offensichtliches Ziel; ein gewöhnlich wirkender PNG-Träger fällt weniger auf. Das ist das Prinzip der glaubhaften Abstreitbarkeit.

Was kann ich darin speichern?

Passwörter, Notizen, 2FA-Secrets sowie als Tresoreinträge gespeicherte Seed-Phrases und private Schlüssel liegen vollständig verschlüsselt im PNG-Träger. Größere Dokumente, Bilder oder Videos liegen in einem separaten verschlüsselten und getarnten Datei-Tresor.

Sieht BlindLock meine Daten jemals?

BlindLock überträgt keine Tresorinhalte an unsere Server. Tresorinhalte verlassen dein Gerät nur durch deine eigene Entscheidung — etwa beim Export, beim Ablegen eines verschlüsselten Backups in einem Cloud-Ordner oder durch ausdrücklich aktivierte Wallet-Netzwerkfunktionen.

Welche Internetverbindungen braucht BlindLock?

Aktivierung und jeder neue Entsperrvorgang benötigen eine kurze verschlüsselte Verbindung für Lizenz- und Versionsprüfung. Ausdrücklich aktivierte Wallet-Netzwerkfunktionen kommunizieren mit geprüften Blockchain-Knoten. Tresorinhalte werden dabei nicht an BlindLock übertragen; nach dem Entsperren arbeitet der Tresor lokal weiter.

Sicherheit

Der Teil, in dem wir unsere Arbeit zeigen.

Ist das wirklich sicher, oder Security-Theater?

Die kryptographische Schicht nutzt standardisierte, öffentlich geprüfte Bausteine. Verschlüsselt wird doppelt: AES-256-GCM und darüber XChaCha20-Poly1305 (192-Bit-Nonce), mit unabhängigen Schlüsseln. Die Schlüsselableitung läuft über Argon2id, eine speicherharte Funktion: Die PIN durchläuft 256 MiB Arbeitsspeicher und steuert ausschließlich die Freigabe-Politik des Sicherheitschips, nicht den Tresor-Schlüssel. Der eigentliche Tresor-Schlüssel wird je nach Gerät über 512 MiB bis 4 GB abgeleitet — jeder einzelne Passwort-Rateversuch erzwingt einen vollständigen speicherharten Durchlauf. Die ~10 Sekunden, die eine Prüfung dauert, sind nicht der Schutz; der Schutz ist die speicherharte Arbeit pro Versuch.

Der Stack enthält die Post-Quantum-Komponenten ML-KEM-1024 (FIPS 203) für die Schlüsselkapselung und ML-DSA-87 (FIPS 204) für Signaturen, beide auf NIST-Sicherheitsstufe 5; wo welche Komponente eingesetzt wird, dokumentiert das Sicherheits-Whitepaper. Die Verschlüsselungs- und Post-Quantum-Bausteine (AES-256-GCM, XChaCha20-Poly1305, ML-KEM-1024, ML-DSA-87) stammen aus libcrux, deren Kernalgorithmen mit formalen Methoden (hax/F*) geprüft werden; BlindLocks eigener Tresor-, Steganographie- und Lizenz-Code baut darauf auf, ist aber selbst nicht Teil dieser formalen Verifikation. Hardwarebindung nutzt TPM 2.0, Apple Secure Enclave oder Android StrongBox, je nach Plattform.

Die steganographische Schicht kommt obendrauf — sie ersetzt keinen dieser Bausteine. Selbst wenn ein Angreifer die versteckten Daten erkennt und herauszieht, steht er vor einem vollständig verschlüsselten, hardware-gebundenen Datenblock.

Was bedeutet „Post-Quantum“ konkret für mich?

Standard-Public-Key-Kryptographie wird irgendwann durch einen ausreichend großen Quantencomputer brechbar, und Angreifer sammeln bereits heute verschlüsselte Daten, um sie später zu entschlüsseln. BlindLocks Antwort ist architektonisch: Es gibt keine zentrale Tresor-Datenbank, die man ernten könnte, und deine ruhende Tresor-Datei ist mit 256-Bit-symmetrischer, authentifizierter Verschlüsselung geschützt — ein Verfahren, das Quantencomputer praktisch nicht brechen können. Der Stack enthält zusätzlich die NIST-Post-Quantum-Komponenten ML-KEM-1024 (FIPS 203) und ML-DSA-87 (FIPS 204), Sicherheitsstufe 5; wo welche Komponente eingesetzt wird, dokumentiert das Sicherheits-Whitepaper.

Was passiert, wenn ich mein Gerät verliere?

Eine kopierte Trägerdatei allein lässt sich ohne den Hardware-Sicherheitsanker des autorisierten Geräts nicht öffnen. Für die Wiederherstellung auf einem neuen Gerät brauchst du ein verschlüsseltes BlindLock-Backup und die bei der Einrichtung einmal angezeigte Wiederherstellungsphrase. Fehlen sowohl der entsperrbare Tresor als auch Backup oder Wiederherstellungsphrase, gibt es bewusst keine Hintertür.

Was passiert, wenn ich meine PIN vergesse?

BlindLock kann sie nicht zurücksetzen. Das ist beabsichtigt — eine zurücksetzbare PIN wäre auch eine zentrale Hintertür. Mit deinem verschlüsselten BlindLock-Backup und der Wiederherstellungsphrase stellst du den Tresor auf einem neuen Gerät wieder her.

Welche Sicherheitsschlüssel funktionieren mit BlindLock?

BlindLock akzeptiert moderne FIDO2-Sicherheitsschlüssel, die das Versiegeln beherrschen (FIDO2-Erweiterung „hmac-secret“) — zum Beispiel YubiKey der 5er-Serie, aktuelle Google Titan Keys oder SoloKeys.

Die Liste ist offen: Jeder Schlüssel, der diese Fähigkeit mitbringt, funktioniert — unabhängig vom Hersteller.

Der Schlüssel ist bei BlindLock nie nur eine Abfrage beim Anmelden: Aktiviere ihn, versiegelt er deinen Login kryptografisch. Ohne den physischen Schlüssel — oder deine Wiederherstellungsphrase als Notausgang — sind deine Daten danach mathematisch nicht lesbar. Ältere Schlüssel ohne diese Fähigkeit lehnt BlindLock bei der Aktivierung mit einem klaren Hinweis ab, statt ein halbes Versprechen zu geben.

Kann BlindLock meine Sicherheitsschlüssel-PIN sehen oder speichern?

Nein. Wenn dein FIDO2-Sicherheitsschlüssel (Titan, YubiKey usw.) einen Master-PIN hat, erscheint der Eingabe-Dialog vom Betriebssystem selbst — nicht von BlindLock. Die Eingabe wandert direkt von der Tastatur in den Chip des Keys. BlindLock liest, speichert, cached und loggt diesen PIN nie. Was wir nicht haben, können wir auch nicht leaken.

Genau deshalb gibt es auch keinen eigenen „BlindLock-PIN“ für den Sicherheitsschlüssel: FIDO2-Authenticators unterstützen per Standard genau einen Master-PIN, den du direkt am Gerät konfigurieren (typischerweise über das Tool des Herstellers). Derselbe PIN schützt dann alle Dienste, die den Key nutzen — Google, GitHub, BlindLock und alle anderen — und verlässt den Chip nie.

Was sind die Grenzen von BlindLock?

BlindLock schützt den Tresor im Ruhezustand. Er kann ein vollständig kompromittiertes Betriebssystem mit aktiver Nutzer-Session nicht verteidigen — Tastatur-Mitschnitt (Keylogger), Bildschirm-Mitschnitt oder das Auslesen des Arbeitsspeichers. Wir bauen Schutzmaßnahmen ein (Schutz gegen Mitlesen, Bildschirmschutz, automatisches Leeren der Zwischenablage), um die Kosten zu erhöhen, aber ein vollständig kompromittierter Host liegt außerhalb des Bedrohungsmodells. Dafür brauchst du ein sauberes Betriebssystem, einen Hardware-Sicherheitsschlüssel und idealerweise ein eigenes Gerät für hochwertige Geheimnisse.

Plattformen & Verfügbarkeit

Was läuft wo und wann.

Welche Betriebssysteme werden unterstützt?

Zum Launch unterstützt: Windows 10+ (TPM 2.0), macOS 13.3+ (Apple Silicon oder T2), Linux ab Kernel 5.13 (TPM 2.0), iOS 17+ (Secure Enclave) und Android 12+ (StrongBox). Details auf der Plattformen-Seite.

Sind iOS und Android enthalten?

iOS und Android sind zum Launch enthalten. Auf Mobilplattformen gilt dasselbe lokale Sicherheitsmodell: Secure Enclave für iOS und StrongBox für Android. Eine Lizenz aktiviert genau ein Gerät.

Synchronisiert BlindLock zwischen Geräten?

BlindLock betreibt keinen zentralen Tresor-Synchronisationsdienst. Du entscheidest selbst, ob du eine verschlüsselte Sicherung lokal, auf einem externen Datenträger oder in einem synchronisierten Cloud-Ordner ablegst. Für den Gerätewechsel verwendest du ein BlindLock-Backup und die getrennt aufbewahrte Wiederherstellungsphrase.

Wie viele Geräte deckt eine Lizenz ab?

Eine Lizenz aktiviert ein Gerät. Du kannst die Lizenz auf ein neues Gerät übertragen; das bisherige Gerät wird dabei abgelöst.

Lifetime & Preise

Die Kaufentscheidung, vereinfacht.

Wie funktioniert das Lifetime-Modell?

BlindLock bietet zum Launch genau 1.000 Lifetime-Lizenzen in drei Preisphasen. Lifetime bedeutet: einmal zahlen und ein unbefristetes Nutzungsrecht ohne Abonnement erhalten. Die Lizenzberechtigung wird beim Entsperren online geprüft. Sicherheitskritische Releases können eine Mindestversion voraussetzen; andere Updates bleiben optional.

Was passiert nach den Lifetime-Lizenzen?

Nach den 1.000 Lifetime-Lizenzen gibt es BlindLock ausschließlich im Abo: 4,99 € pro Monat oder 39,99 € pro Jahr — immer mit der neuesten Version inklusive Hauptversionen, solange das Abo aktiv ist. Lifetime kehrt nicht zurück. Siehe Preise.

Gibt es eine Abo-Option?

Während des Lifetime-Angebots gibt es ausschließlich Lifetime-Lizenzen. Danach dreht es sich um: BlindLock gibt es dann nur noch im Abo (monatlich oder jährlich), immer mit der neuesten Version. Wer eine Lifetime-Lizenz besitzt, bekommt nie eine wiederkehrende Rechnung.

Wie funktioniert das Widerrufsrecht?

EU-Verbraucher haben grundsätzlich ein 14-tägiges gesetzliches Widerrufsrecht. Es kann bei Beginn der digitalen Bereitstellung vorzeitig erlöschen, wenn du dem ausdrücklich zustimmst und den Verlust des Widerrufsrechts bestätigst. Details stehen in der Widerrufsbelehrung.

Technisch

Für die Neugierigen — und Paranoiden.

Welche kryptographischen Primitiven nutzt BlindLock?

AES-256-GCM und XChaCha20-Poly1305 (192-Bit-Nonce) für doppelte, authentifizierte symmetrische Verschlüsselung mit unabhängigen Schlüsseln. Argon2id für die speicherharte Schlüsselableitung (256 MiB für die PIN-Freigabe des Sicherheitschips — eine PIN-Prüfung dauert bewusst rund 10 Sekunden —, 512 MiB bis 4 GB je nach Gerät für den Tresor-Schlüssel; der Schutz ist die speicherharte Arbeit pro Versuch). ML-KEM-1024 (FIPS 203, früher CRYSTALS-Kyber) für Post-Quantum-Schlüsselkapselung. ML-DSA-87 (FIPS 204, früher CRYSTALS-Dilithium) für Post-Quantum-Signaturen, beide auf NIST-Sicherheitsstufe 5. Die Verschlüsselungs- und Post-Quantum-Bausteine stammen aus libcrux, deren Kernalgorithmen mit formalen Methoden (hax/F*) geprüft werden; der darauf aufbauende Tresor-, Steganographie- und Lizenz-Code ist nicht Teil dieser Verifikation.

Ist BlindLock Open Source?

Die kryptographischen und steganographischen Primitiven basieren auf offenen, öffentlich überprüfbaren Bibliotheken (libcrux / HACL*). Die Tresor-UI, das Lizenz-Layer und Plattform-Integrationen sind proprietär. Die kryptographischen Primitiven, die deinen Ciphertext schützen, sind offen und öffentlich überprüfbar; der darauf aufbauende Tresor-, Steganographie- und Lizenz-Code ist es nicht.

Wie sichere ich meinen Tresor?

Sichere die aktive PNG-Datei regelmäßig. Für Gerätewechsel und Notfälle empfehlen wir zusätzlich ein verschlüsseltes BlindLock-Backup mit getrennt aufbewahrter Wiederherstellungsphrase. Bei Datei-Tresoren sicherst du außerdem Containerdatei, Recovery-Datei und Recovery-Faktor. Den Speicherort bestimmst du selbst — lokal, extern oder in einem synchronisierten Cloud-Ordner.

Kann ich BlindLock für Team-Geheimnisse nutzen?

Das Bedrohungsmodell — eine Person, ein aktives Gerät und keine zentrale Tresorsynchronisation — ist für individuelle hochwertige Geheimnisse optimiert. Team-Funktionen kommen möglicherweise später als separates Produkt, wenn wir sie ohne Abstriche am Sicherheitsmodell umsetzen können.

Wo melde ich ein Sicherheitsproblem?

Responsible Disclosure: E-Mail an [email protected]. Wir antworten binnen 72 Stunden. Bitte öffne keine öffentlichen Issues zu vermuteten Schwachstellen.

Frage nicht beantwortet?

Schreib uns direkt. Wir lesen jede Nachricht, und gute Fragen landen oft auf dieser Seite.